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Ziel
FC Triesenberg
Sportanlage Leitawis

Leitawis
9497 Triesenberg (Liechtenstein)

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Sportanlage Leitawis

Triesenberg

Anzahl Plätze

1

Ort

Triesenberg (Fürstentum Liechtenstein)

Besitzer

Gemeinde Triesenberg

Platzwart





 

Manfred Beck

Manfred Beck
Täscherloch 247
9497 Triesenberg
Natel: 079 / 414 44 09


 

Kioskbetreiber



 

Christoph Arpagaus

Christoph Arpagaus


Tel. Kiosk Sportanlage: 00423 / 262 58 12
 

Hauptplatz (Terrain)

 

Kategorie

Hauptplatz

Belag

Naturrasen

Masse (Länge/Breite)

98 / 56

Berechtigt

2. Liga interregional

Erstellungsjahr

1971

Sitzplätze

400

Stehplätze

400

Beleuchtung

 

Erstellungsjahr

1971

LUX horizontal

120

Gleichmässigkeit

120

 

Zur  Eröffnung der Freizeitanlagen der Gemeinde Triesenberg

Das grosse Entgegenkommen unserer Nachbargemeinde Triesen ermöglichte einen Tauschvertrag, der am 23.9.1971 abgeschlossen werden konnte. Damit war die Gemeinde Triesenberg im Besitz des nötigen Geländes, um den Bau der Sportanlagen in Angriff nehmen zu können.
Nach der Überprüfung von diversen Vorentwürfen für die gesamte Planung, erstellte der erweiterte Gemeinderat am 21. Juli 1971, an Planungsgruppe Caspari München, welcher auch der einheimische Architekt, Herr Hans Walter Schädler, angehört, den Auftrag zur Erstellung eines Vorprojektes samt Kostenvoranschlag.
Am 21. Mai 1971 nachdem die Rodungsbewilligung und anschliessend die Subventionssicherung von Seiten der Fürstlichen Regierung für das Vorhaben erteilt war, konnte die Planung vorangetrieben werden.
Auf die Bürgerversammlung vom 17. und 19. September 1971, wurde eine entsprechende Orientierung samt Kostenvoranschlag vorgelegt. Die Gesamtkosten für die erste Ausbauetappe beliefen sich nach den damaligen Berechnungen auf ca. sfr. 2 000 000.--. Die Bürgerversammlung stimmte dem vom erweiterten Gemeinderat empfohlenen Projekt am 19. September 1971, bei 328 abgegebenen Stimmen, mit 234 Ja gegen 85 Nein zu.
Bereits am 27.10.1971 konnten die ersten Arbeitsaufträge für das Bauvorhaben von der Gemeinde in Auftrag gegeben werden. Somit können die Freizeitanlagen (Erste Ausbauetappe) nach nicht ganz 2jähriger Bauzeit nun am 23. September 1973 in Betrieb genommen werden.
Bedingt durch die jährlichen Teuerungsaufschläge sowie auch auf Grund von diversen unvorhergesehenen Mehraufwendungen, die seit der Planung im Jahre 1971 bis zur Fertigstellung der gesamten Anlagen eingetreten sind, betragen nun die totalen Gestehungskosten Fr. 2 600 000.--. In Anbetracht der währungspolitischen Massnahmen kann momentan an einen weiteren etappenweisen Ausbau der Freizeitanlagen vorerst nicht gedacht werden. Es bleibt zu hoffen, dass die nun aus Mitteln der Gemeinde und des Staates erstellten Sportanlagen der Gemeinde Triesenberg, welche im Bericht des Architekten näher umschrieben sind, den ihnen zugedachten Aufgaben vollumfänglich gerecht zu werden vermögen.

Gemeindevorstehung Triesenberg

Alfons Schädler, Vorsteher


Architektenbericht

Die neue Sport- und Freizeitanlage liegt im unteren Dorfteil der Gemeinde Triesenberg. Die Erschliessung erfolgt direkt von der Hauptstrasse Vaduz - Triesenberg aus über eine Verbindungsstrasse in die Litze.
Das starke Gefälle des Bauplatzes und das relativ kleine Grundstück waren die bestimmenden Voraussetzungen für die Planung. Durch Staffeln der einzelnen Spielfelder und Gebäude wurde das Grundstück äusserst sparsam ausgenutzt. Die grossen Baumassen fügen sich so gut in die umgebende Landschaft ein.
Die nun fertiggestellte 1. Etappe der neuen Sport- und Freizeitanlage umfasst:

1. Rasenspielfeld 98 x 56 Meter

Dieser Sport- und Spielplatz kann als Schulsport- und Fussballfeld verwendet werden. Er ist mit einer Beleuchtungsanlage in der Stärke von 120 Lux versehen. Die Masten dieser Beleuchtungsanlage sind 26 Meter hohe Schleuderbetonröhren. An ihnen hängt ebenfalls das hier notwendige Ballfangnetz. Dieses Netz aus Nylonschnüren ist handgeknüpft. Im Winter wird es über die in den Masten eingebauten Rollen abgelassen, um es von den zu erwartenden hohen Schneelasten zu schützen. Diese Rollen hindern ebenfalls ein Zerreissen des relativ leichten Netzes bei starkem Wind, da es so leicht beweglich bleibt und das Schwingen der Masten aufnehmen kann. Die Sitztribüne gegen den Hang wurde aus dem örtlichen roten Sandsteinmaterial errichtet. Um eine grösstmögliche Anpassung an das umgebende Waldgelände zu erreichen, wurden diese Stufen begrünt. Die Tribüne fasst circa 800 Zuschauer, wovon circa 100 durch das vorstehende Garderobendach überdeckt sind.

2. Garderobengebäude

Das Garderobengebäude umfasst 2 Umkleidegruppen mit Duschen und WC-Anlagen. Ihnen angeschlossen sind 2 Umkleideräume für Lehrer und Schiedsrichter mit einem Sanitätsraum. Der Kiosk steht in direkter Verbindung zum Sportplatz. Dem Platzwart stehen diverse Lagerräume und ein Werkraum zur Verfügung. Sämtliche Räume sind an die eingebaute Lüftungsanlage angeschlossen.
Die gewählten Baumaterialien sind Stahlbeton, Holz und Natursteine. Es wurde eine bestmögliche Harmonisierung von Natur und Bauwerk angestrebt. Durch die farbliche Gestaltung der Fassade wurde versucht, dem Gebäude einen lebhaften jugendlichen Charakter zu verleihen.

3. Allwetterplatz

Der Allwetterplatz befindet sich auf dem Dach des Garderobengebäudes. Sein Kunststoffbelag (Tartan) ermöglicht ein angenehmes, möglichst gefahrenfreies Benutzen dieses Platzes. Er bietet die Möglichkeit zur Ausführung verschiedener Spiel- und Sportarten, zum Beispiel: Basketball, Volleyball, Korbball, Handball, Turnen, Weitsprung, Hochsprung usw.

4. Parkgebäude

Durch das Gefälle des Geländes sowie die Grösse des Sportplatzes bot sich die Möglichkeit zum günstigen und platzsparenden Einbau eines Parkhauses. Dieses Gebäude ist 110 Meter lang und zweigeschossig. In ihm sind 145 Parkplätze untergebracht. Ebenfalls befinden sich hier die öffentlichen WC-Anlagen. Dieses Gebäude wurde mit Ausnahme der Fundamente und der Stützmauer aus vorfabrizierten Betonelementen erstellt.

Planungsgruppe Caspari
Architekten-Ingenieure
München 71, Sollnerstrasse 68